Bundesliga-Auftakt: Die Bayern stehen vor ihrer schwierigsten Saison

Zum Auftakt der 55. Bundesliga-Saison trifft Serienmeister Bayern München auf Bayer 04 Leverkusen. Die Münchener stehen vor einer schwierigen Saison, selten zuvor schienen sie so verwundbar wie im Moment. Bayer Leverkusen muss unter Neu-Trainer Heiko Herrlich beweisen, dass die letzte Saison nur ein Aussetzer war.

Zum mittlerweile fünften Mal in Folge findet am Freitagabend der Kick-Off zur neuen Bundesliga-Saison in der Münchener Allianz-Arena statt. Man hat sich inzwischen daran gewöhnt, an das Bild der Bayern mit der Meisterschale in der Hand, an ihre ungebrochene Dominanz in der Bundesliga. Nun verdichten sich allerdings die Anzeichen, dass die Übermächtigen in der 55. Bundesliga-Saison erstmals wieder ins Wanken geraten könnten. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung und namhaften Abgängen (u.a. Philipp Lahm, Xavi Alonso) stehen die Münchener schon vor dem ersten Saisonspiel unter Druck.

Schlagen die FCB-Neuzugänge ein?

Wichtig wird sein, wie schnell sich die Neuzugänge ins Team integrieren. Auf James Rodríguez muss der FCB aber zunächst verzichten. Der Kolumbianer zog sich bei der 0:3-Testspielniederlage gegen den FC Liverpool einen Muskelbündelriss zu und fällt für das Eröffnungsspiel aus. Corentin Tolisso, der für 41,5 Millionen Euro von Olympique Lyon verpflichtet wurde und dadurch teuerster Einkauf der Bundesliga-Geschichte ist, steht dagegen voraussichtlich im Startaufgebot des Rekordmeisters. Ohnehin investierten die Münchener im Sommer kräftig in ihren Kader: rund 100 Millionen Euro ließen sie sich ihre Neulinge bereits kosten.

Ablösesummen im Zeitvergleich

Dass solche Summen vor wenigen Jahren noch nahezu undenkbar schienen, beweist eine Infografik von Interwetten. Vor dem Hintergrund des 222-Millionen-Wechselhammers von Neymar nach Paris berechneten Analysten, wie viel Geld die ehemaligen Top-Transfers der Bundesligageschichte heute kosten würden. Dafür berücksichtigten sie die Inflationsrate sowie die einzelnen Ablösesteigerungen und kamen auf erstaunliche Ergebnisse: Bayerns langjährigerer Rekordtransfer Javi Martínez würde demnach heute fast 107 Millionen Euro kosten (vgl. 2012 für 40 Mio.). Auch der Transfer von Mario Götze vom BVB zu den Münchenern erhält so eine ganz andere Größenordnung: aus ehemals 37,5 Mio. würden satte 81 Mio. Euro.

Leverkusen will München-Fluch brechen

Die Gäste aus Leverkusen plagen derweil ganz andere Sorgen. Nach einer verkorksten Vorsaison, die mit einem mehr als enttäuschenden 12. Platz abgeschlossen wurde, pocht die Werkself auf Wiedergutmachung. Unter ihrem neuen Trainer Heiko Herrlich – der laut Rudi Völler nur die dritte Wahl für die Tayfun Korkut-Nachfolge war – wollen die Leverkusener zu ihrem temporeichen Offensivfußball zurückkehren. Nach den namhaften Abgängen von Calhanoglu, Chicharito und Toprak könnte diese Aufgabe allerdings schwerer als gedacht werden. Für das Eröffnungsspiel gegen die Bayern fällt zusätzlich Julian Brandt aus, der im Sommer beim Confed-Cup überzeugte.

Foto: Audi AG / Flickr (CC BY-ND 2.0)

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