Confed Cup 2017: Deutsche B-Elf greift nach dem Titel

Am Sonntag steigt das Finale des Confed Cups, Deutschland will sich dabei erstmals den Titel sichern. Wen genau der Bundestrainer aufs Feld schickt, dürfte erneut eine Überraschung werden.

Nach dem überraschend deutlichen 4:1 gegen Mexiko steht Deutschland erstmals im Finale des Confed Cups. Gegner ist der Copa-América-Sieger Chile. Schon jetzt steht fest, dass viele Spieler das Turnier nutzen konnten, um Eigenwerbung zu betreiben, ein Finalsieg würde die Russlandreise sportlich zu einem vollen Erfolg machen.

Deutschland leichter Favorit bei den Buchmachern

Bereits in der Gruppenphase trafen Deutschland und Chile aufeinander. Lars Stindl glich in der 41. Minute den frühen Gegentreffer durch Alexis Sánchez aus, das Spiel endete 1:1. Doch während Deutschland weitgehend erfolgreichen Fußball bieten konnte und bis auf das Unentschieden gegen Chile den Platz immer als Sieger verließ, tun sich die Südamerikaner deutlich schwerer. Einem 2:0 über Kamerun folgten drei Punkteteilungen gegen Deutschland, Australien (1:1) und im Halbfinale gegen Portugal (0:0, Sieg durch Elfmeterschießen). Auch deshalb geht das junge deutsche Team mittlerweile als leichter Favorit ins Endspiel. Zumindest wenn man den Buchmachern traut: Beim Wettportal bwin beispielsweise liegt die Quote auf einen Sieg Deutschlands bei 2,4, ein chilenischer Erfolg bringt hingegen das Dreifache des Einsatzes.

Wem traut Löw das Finale zu?

Der Bundestrainer hat das gesamte Turnier über munter durchgewechselt. Enttäuscht wurde er dabei selten. Selbst der lange außen vor zu sein scheinende Benjamin Henrichs konnte im Halbfinale direkt als Vorbereiter glänzen. Im Tor scheint sich Ter Stegen spätestens mit seiner starken Halbfinalleistung festgespielt zu haben. In die Abwehr wird wohl Vize-Kapitän Shkodran Mustafi zurückkehren. Generell ist anzunehmen, dass Löw im Finale den eher erfahrenen Akteuren vertraut. Dazu zählen inzwischen auch Joshua Kimmich und Jonas Hector, die die Außenbahnen fest gepachtet zu haben scheinen.

Gerade den Münchner lobte der Bundestrainer ausdrücklich für seine Führungsrolle im Team. Neben Kapitän Draxler wird wohl auch der im Halbfinale überragende Goretzka einen Platz im Mittelfeld finden. Ganz vorne wird es schon schwieriger: Der beim Auftakt gegen Australien überzeugende Sandro Wagner muss sich seitdem, genau wie Julian Brandt, mit der Ersatzrolle begnügen. Dass er im Finale den Vorzug gegenüber Timo Werner und Lars Stindl erhält, gilt als unwahrscheinlich.

Foto: leo_design / depositphotos

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