Confed Cup 2017: Löw testet die junge Garde

Joachim Löw will den bevorstehenden Confed Cup 2017 in Russland dazu nutzen, junge Talente in die Mannschaft zu integrieren. Vor der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr ist das gut und richtig, der Nationaltrainer will nicht denselben Fehler wie die Spanier machen.

Als die spanische Nationalmannschaft bei der WM 2014 bereits nach zwei Spielen keine Chance mehr auf das Erreichen des Achtelfinals hatte, endete eine Fußball-Ära. Nach drei aufeinanderfolgenden Siegen bei EM und WM verpassten die Iberer den personellen Strukturwandel, die alte Garde konnte mit dem schnellen Tempo einfach nicht mehr mithalten. Einer, der das ganz aufmerksam verfolgt haben dürfte, ist Joachim Löw. Der deutsche Bundestrainer setzt deshalb ein Jahr vor der WM in Russland alles daran, junge Talente so früh wie möglich in das Team zu integrieren.

Sechs Neue für den Confed Cup 2017

Dafür kommt der vermeintlich ungeliebte Confed Cup, für den Deutschland aufgrund des WM-Titels 2014 qualifiziert ist, gerade recht. Für die ohnehin schon bis zur Belastungsgrenze ausgelasteten Stammkräfte wäre das Turnier nur eine unnötige Zusatzanstrengung, für die jungen Talente hingegen ist es die beste Gelegenheit, sich unter Druck zu beweisen. Deshalb hat der Bundestrainer allein sechs Neulinge in den Kader berufen, darunter die zwei Hoffenheimer Offensivkräfte Sandro Wagner und Kerem Demirbay, Ajax Amsterdam-Juwel Amin Younes und Gladbach-Spielmacher Lars Stindl.

Debütanten haben unter der Löw-Ära Tradition. In seiner nunmehr elfjährigen Amtszeit kamen unter Joachim Löw bereits 94 Neulinge zum Einsatz. Andere Nationen gehen den Confed-Cup dagegen mit ihrer besten Auswahl an. Deshalb sieht der DFB-Trainer auch Chile, die mit Arturo Vidal und Alexis Sanchez antreten, als „Topfavorit“ auf den Turniersieg. Weitere Gruppengegner der Nationalmannschaft sind Australien und Kamerun.

Bei den Wettanbietern haben die Deutschen trotz der verjüngten Mannschaft die besten Karten. Knapp dahinter sieht zum Beispiel bwin die Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo, die im letzten Sommer die Europameisterschaft in Frankreich gewannen. Wer als Neukunde seinen eigenen Tipp für das „Turnier der Champions“ abgeben möchte, für den bietet bwin momentan eine Bonusaktion: Behält man mit seiner Einschätzung recht, so verdoppelt sich der Gewinn automatisch. Sollte eine andere Mannschaft gewinnen, erhält man seinen Einsatz wieder gutgeschrieben.

Brasilien ist der Rekordsieger

Alleiniger Rekordsieger der „Mini-WM“ ist übrigens Brasilien. Die Seleção konnte den Titel in sieben Versuchen bereits viermal gewinnen. Zwar bleibt das Turnier ein guter Indikator für die bevorstehende WM. Dass man sich auf einen Erfolg nicht zu viel einbilden sollte, bewiesen aber ebenfalls die Brasilianer. Ein Jahr vor ihrer Heim-WM gewannen sie den Confed-Cup im eigenen Land. Bei der Weltmeisterschaft selbst ging der Rekorchampion dann aber im Halbfinale mit 1:7 gegen Deutschland unter.

Foto: betochagas / depositphotos

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