DFB-Pokal-Finale: Sichert sich Bayern das Double oder krönen die Frankfurter eine starke Saison?

Morgen Abend findet im Berliner Olympiastadion das letzte Pflichtspiel in der laufenden Saison statt. Im DFB-Pokal-Finale treffen der FC Bayern und Eintracht Frankfurt aufeinander. Das Spiel ist aus vielerlei Hinsicht etwas ganz besonderes. Für Bayern-Trainer Jupp Heynckes ist endgültig sein letztes Spiel in seiner Trainerlaufbahn. Auch für den künftigen FCB-Coach Niko Kovac ist das Endspiel morgen ein einmaliges Erlebnis, der Kroate trifft nicht nur auf seinen neuen Arbeitgeber, sondern möchte seine knapp zwei Jahre bei den Hessen mit einem Titel krönen. Zudem winkt den Frankfurtern bei einem Sieg die Europa League. Rein objektiv betrachtet geht die SGE jedoch als klarer Außenseiter in das Spiel.

FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt oder wie viele Experten und Fans sagen würden, David gegen Goliath. Die Münchner gehen als haushoher Favorit in das morgige DFB-Pokal-Endspiel und wollen sich mit einem Sieg im letzten Pflichtspiel der Saison das Double sichern, das erste seit zwei Jahren. Zudem möchten die Bayern-Profis ihrem Trainer Jupp Heynckes einen würdigen Abschied bescheren, denn der 73-jährige wird nach dem Finale endgültig seine Laufbahn als Profi-Trainer beenden.

Die Statistik spricht für die Bayern

Es ist nicht das erste Mal, dass sich diese beiden Klubs im DFB-Pokal-Endspiel gegenüber stehen. 2006 bezwangen die Münchner die Frankfurter im Pokalendspiel mit 1:0. Das Tor damals schoss Claudio Pizarro. Insgesamt vier Pokal-Duelle gab es zwischen der Eintracht und dem Rekord-Pokalsieger (18 Titel). Die Eintracht konnte nur eine Begegnung für sich entscheiden, jedoch führte dieser Halbfinalsieg 1973/74 die Hessen anschließend zum Titelgewinn. Zum Erfolg aus dem Jahre 1974 kommen noch drei weitere hinzu – 1975, 1981, 1988.

Auch wenn die Bayern als Favorit in das Spiel gehen, hat FCB-Coach Jupp Heynckes großen Respekt vor der SGE: „Die Eintracht spielt eine sehr gute Bundesliga-Runde. Vor ein paar Wochen hatten sie eine Delle. Sie hat viele Spieler aus verschiedenen Nationen. Das alles zusammenzufügen ist etwas großartiges. Sie haben tolle Qualitäten und ich weiß aus meiner Erfahrung, dass im Fußball vieles möglich ist.“

Zudem bestätigte Heynckes, dass Manuel Neuer morgen Abend nach acht monatiger Verletzungspause wieder im Münchner Kader stehen wird. Ob der mehrfache Welttorhüter jedoch auch spielen wird ist offen, fakt ist, dass Sven Ulreich von Anfang an beginnt: „Es ist toll wie er sich präsentiert hat. Er ist physisch in guter Verfassung. Aber er wird nicht von Anfang an spielen. Ich habe keinen Match-Plan mit ihm. Wir lassen alles auf uns zukommen.“

Niko Kovac denkt nicht über das Finale hinaus

In knapp sechs Wochen wird Niko Kovac Eintracht Frankfurt verlassen und zum FC Bayern wechseln, das Finale ist auch für den Ex-Bayern-Profi ein ganz besonderes Spiel, dennoch konzentriert sich der Kroate ausschließlich auf das Endspiel wie er auf der PK vor dem Spiel betonte: „Wir haben eine Aufgabe, auf die wir uns fokussieren. Alles andere kommt nach dem Wochenende.“ Auch wenn er sich mit einem Finalsieg sicherlich keine Freunde in München machen würde, wäre es ein idealer Abschied nach knapp zwei starken Jahren in Frankfurt.

Die Vorfreude bei den Fans ist immens

Nicht nur bei den beiden Trainern und Spielern ist die Vorfreude auf das DFB-Pokal-Finale groß, auch die Fans können es kaum erwarten bis es endlich losgeht. Tausende Frankfurter und Münchner haben sich bereits auf den Weg nach Berlin gemacht. Fussballreisen zum DFB-Pokal-Endspiel sind besonders beliebt bei den Fans, viele nutzen diese Gelegenheit auch um die Stadt Berlin zu besichtigen. Medienberichten zu Folge werden je Team bis zu 20.000 Fans in Berlin erwartet, die das Finale zu einem echten Spektakel verwandeln möchten. Für viele ist es zugleich auch eine Einstimmung auf die bevorstehende Fußball-WM 2018 und die vielen anstehenden Public Viewing Events.