Eine Person nach BVB-Anschlag vorläufig festgenommen

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am Dienstagabend ist eine Person aus dem islamistischen Spektrum vorläufig festgenommen worden. Es werde derzeit geprüft, ob Haftbefehl gegen die Person beantragt wird, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe. Im Zuge der Ermittlungen seien die Wohnungen des Festgenommenen und eines weiteren Verdächtigen durchsucht worden.

Foto: Bus von Borussia Dortmund, über dts Nachrichtenagentur

Die genaue Motivlage des Anschlags sei aber gegenwärtig noch unklar. Aufgrund der Tatmodalitäten sei von einem terroristischen Hintergrund des Anschlags auszugehen. Drei am Tatort gefundene textgleichen Bekennerschreiben deuteten auf einen islamistischen Hintergrund hin, so die Sprecherin. Die Schreiben werden derzeit unter islamwissenschaftlichen Gesichtspunkten geprüft. Unter anderem werde in den Schreiben der Abzug von Tornados aus Syrien und die Schließung der "Ramstein Air Base" gefordert. Eine abschließende Bewertung der Schreiben sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. An der Echtheit einer weiteren Bekennung, die einen linksextremistischen Hintergrund des Anschlags behauptet, bestünden erhebliche Zweifel, so die Bundesanwaltschaft. Am Dienstag war gegen 19:15 Uhr der Mannschaftsbus des BVB mit drei Sprengsätzen angegriffen worden. Der BVB-Spieler Marc Bartra sowie ein Polizist wurden verletzt. Die Champions-League-Begegnung Dortmund gegen Monaco war eine Viertelstunde vor Anpfiff offiziell abgesagt worden und soll am heutigen Mittwoch um 18:45 nachgeholt werden. Die Polizei will dabei mit verstärkten Kräften für Sicherheit sorgen. (dts Nachrichtenagentur)

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