FC Bayern: Hoeneß bleibt nach Patzer gegen Augsburg gelassen, Müller ist frustiert

Nach vier Siegen in Folge hat der FC Bayern die ersten Punkte in der Fussball Bundesliga liegen gelassen. Die Münchner kamen am Dienstagabend etwas überraschend nicht über ein mageres 1:1-Unentschieden gegen den FC Augsburg hinaus. Während FCB-Präsident Uli Hoeneß nach dem Remis gelassen blieben, war der Frust bei Thomas Müller deutlich größer.

Nun ist es also (endlich) passiert, nach sieben Pflichtspiel-Siegen in Folge und einem Traumstart in die neue Saison hat auch der FC Bayern seinen ersten Patzer hingelegt. Gegen den FC Augsburg kam das Team von Niko Kovac gestern Abend in der heimischen Allianz Arena nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Während sich die FCB-Profis nach dem Spiel sichtlich angefressen zeigten, scheint sich der Ärger bei Präsident Uli Hoeneß über die verlorenen zwei Punkte in Grenzen zu halten.

Uli Hoeneß: Ich finde das nicht so schlimm

Der 66-jährige äußerte sich nach dem Spiel im Gespräch mit der BILD Zeitung wie folgt zu dem Unentschieden im bayerischen Derby gegen den FCA: „Es war einfach ein kleiner Ausrutscher, aber den finde ich jetzt nicht so schlimm.“ Laut Hoeneß waren viele Profis doch ein wenig müde, die Bayern haben in den letzten sieben Tage drei Spiele absolviert: „Da konnten sie nicht mehr so nachlegen, wie es nötig gewesen wäre. Wir haben in Lissabon gespielt mit einer langen Reise. Dann hatten wir ein sehr schweres Spiel auf Schalke. Auch da sind die Spieler erst spät heimgekommen.“

Während Hoeneß gelassen bleibt, sieht es bei Thomas Müller deutlich anders aus. Der Stürmer ärgerte sich mächtig über den späten Ausgleich: „Wir haben zwei Punkte verloren, wenn man anschaut, was wir für Torchancen hatten. Direkt nach dem Spiel sitzt der Frust tief. Es war völlig unnötig hier im eigenen Stadion zwei Punkte zu verlieren.“

Auch Arjen Robben, der die Bayern in der 48. mit 1:0 in Führung brachte und konnte sich über seinen Treffer nur bedingt freuen: „Mein Tor zählt nicht. Wenn man 1:0 in Führung geht, dann muss man das Spiel gewinnen. Das muss die Entscheidung sein. Augsburg ist mit viel Mut super aufgetreten und sie haben sich belohnt. Der Ausgleich für Augsburg war nicht ganz unverdient. Wir haben es nicht gut gemacht. Oftmals hätten wir besser und geduldiger rausspielen müssen. Wir haben oft keine Lösungen gefunden, aber dennoch hatten wir genug Chancen, um das Spiel früher zu beenden.“

Die Münchner zeigten sich gegen die Fuggerstädter in der tat alles andere als dominant, im Vergleich zu den letzten Auftritten in der Liga und der Champions League. Mit 64 Prozent Ballbesitz und 16:12-Torschüssen lag man statistisch betrachtet zwar in Front, dennoch reichte es am Ende nicht um sich die drei Punkte zu sichern. Auffällig war, wie schon gegen Schalke und Lissabon, dass man zahlreiche gute Chancen fahrlässig liegen ließ und damit Augsburg so lange überhaupt noch im Spiel war. Mit Blick auf die Tabelle hat der Patzer der Bayern keinerlei Auswirkungen. Die Bayern führen die Liga nach 5. Spieltagen nach wie vor mit 13 Zählern an.

Am Freitagabend geht es direkt weiter für die Bayern, dann muss der FCB auswärts bei Hertha BSC Berlin. Die Nachfrage nach Fussball Tickets für dieses Spiel ist enorm und das Olympiastadion wird sicherlich restlos ausverkauft sein. Bayern-Trainer Niko Kovac betonte nach dem Augsburg-Spiel, dass es in der Bundesliga keine einfachen Spiele gibt und sein Team in Berlin alles dafür tun wird ein anderes, besseres Gesicht zu zeigen: „In der Bundesliga ist es dann immer sehr eng. Wir hätten gern drei Punkte geholt, es aber leider nicht geschafft. Wir werden versuchen, es in Berlin besser zu machen.“