Hopp lehnt Wechsel von Hoffenheim-Trainer Nagelsmann kategorisch ab

Dietmar Hopp, Mehrheitseigner der TSG Hoffenheim, hat einen Wechsel seines Trainers Julian Nagelsmann kategorisch abgelehnt. "Stand der Dinge ist, dass Julian noch zwei Jahre bei uns Vertrag hat. Und wir werden alles daran setzen, ihm zwei angenehme Jahre in Hoffenheim zu bereiten", sagte Hopp der "Welt am Sonntag".

Foto: Julian Nagelsmann, über dts Nachrichtenagentur

Er wäre froh, wenn Nagelsmann auch nach 2019 in Hoffenheim weitermachen würde, sagte Hopp, aber das sei Zukunftsmusik: "Fakt ist, dass wir Anspruch darauf haben, dass er noch zwei Jahre hier Trainer ist, und daran wird sich nichts ändern. Da können die Bayern, Dortmund oder wer auch immer noch so sehr insistieren." Viele Spieler seien unter dem 29-Jährigen besser geworden, und mit seiner Strahlkraft helfe er dem Klub zudem, Spieler zu kriegen, die sonst wohl nicht nach Hoffenheim kommen würden, sagte Hopp: "Das dürfen wir nicht fahrlässig aus der Hand geben. Wir haben Mut gehabt, und dieser Mut wird jetzt belohnt." Mit einem Augenzwinkern ergänzte der Mäzen: "Ich lege hiermit seine Ablösesumme auf 400 Millionen Euro fest." Er sei fest davon überzeugt, dass Nagelsmann "in einigen Jahren einer der gefragtesten Trainer der Welt sein wird", führte Hopp aus: "Auf einer Stufe, auf der heute Pep Guardiola, Jürgen Klopp oder Jose Mourinho stehen." Auf seinen ehemaligen Trainer Ralf Rangnick ist Hopp hingegen alles andere als gut zu sprechen. Der hatte sich in einem Interview sehr kritisch mit Hopp und seiner Zeit in Hoffenheim auseinandergesetzt. Unter anderem sagte Rangnick der "Zeit", dass Hopp sich viel in die sportliche Arbeit eingemischt habe. "Ich erspare es mir, darauf näher einzugehen. Nur so viel: Ralf Rangnick hatte schon immer seine sehr individuelle Sicht der Dinge und seine eigene Wahrheit", konterte Hopp. Auch den Vorwurf, er habe im Januar 2011 den Spieler Luiz Gustavo im Alleingang nach München verkauft, wies Hopp von sich: "Das stimmt natürlich nicht. Luiz Gustavo saß damals in meinem Büro und bat vor allem aus persönlichen Gründen darum, nach München wechseln zu können. Dort konnte er mehr verdienen. Das habe ich damals aus sportlichen Gründen abgelehnt und ihm gesagt, dass wir nach der Saison noch einmal reden können, wenn wir aus München im Gegenzug einen guten Ersatz für ihn bekommen. Das haben wir schriftlich festgehalten, und auch Ralf Rangnick hat das unterschrieben. Aber vielleicht kann er sich heute daran nur nicht mehr erinnern." (dts Nachrichtenagentur)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.