Jaroslav Silhavy wird neuer tschechischer Nationaltrainer

Der tschechische Fußballb-Verband ist auf der Suche nach einem neuen Nationaltrainer fündig geworden. Wie der CFR gestern bekannt gab tritt Jaroslav Silhavy die Nachfolge von Karel Jarolim an. Der 56-jährige wurde in den vergangenen Tagen bereits als möglicher Kandidat gehandelt und seit Dienstag ist es nun offiziell. Silhavy soll den Vize-Europameister von 1996 zur EURO 2020 führen.

Ende der 90er Jahre feiert die tschechische Nationalmannschaft mit dem Einzug ins EM-Endspiel bei der EURO 1996 den bis dato größten Erfolg in der noch relativ jungen Verbandsgeschichte. In den vergangenen Jahren ging es jedoch stetig Berg ab für die Osteuropäer. Seit 2006 hat Tschechien an keiner Weltmeisterschaft mehr teilgenommen und auch bei der EM 2016 in Frankreich war bereits in der Vorrundenphase Schluss.

Nach dem enttäuschenden Auftritt bei der EM 2016 in Frankreich musste Pavel Vrba seinen Posten als Nationaltrainer räumen. Knapp zwei Jahre später hat es nun auch dessen Nachfolger Karel Jarolim erwischt. Der Vater des Ex-Bundesliga-Profis David Jarolim wurde vergangene Woche entlassen. Mit Jaroslav Silhavy hat der CFR jedoch bereits einen neuen Nationaltrainer gefunden, der Petr Cech & Co. zur EM 2020 führen soll.

Silhavy feiert Comeback beim tschechischen Fußball-Verband

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen die Ukraine (1:2) und Russland (1:5) haben die Verantwortlichen beim CFR die Reißleine gezogen und möchten mit einem neuen Trainer in die EM-Qualifikation 2020 starten. Für den 56-jährigen Silhavy ist es nicht das erste Engagement beim tschechischen Fußball-Verband, zwei Mal fungierte zwischen 2003 bis 2009 war Silhavy Co-Trainer unter Karel Brückner (67 Spiele) und Petr Rada (8 Spiele). Nach seiner Zeit beim CFR trainierte Silhavy mehrere tschechische Vereine, zuletzt stand er bis Ende 2017 beim Top-Klub Slavia Prag unter Vertrag.

Sein Debüt als Nationaltrainer gibt Silhavy am 13. Oktober in der UEFA Nations League im „Bruderduell“ gegen die Slowakei. Tschechien spielt in der Gruppe B1 und liegt dort nach der 1:2-Niederlage gegen die Ukraine am 1. Spieltag auf dem letzten Platz.

Foto: David Sedlecky / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)