RB-Sportdirektor Rangnick will kein „Statusdenken“ zulassen

RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hat aus den Rückschlägen während seiner Zeit als Trainer der TSG Hoffenheim "Lehren gezogen" und will bei seinem aktuellen Club nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen: "Vielleicht haben wir damals ein bisschen zu viel Statusdenken zugelassen", sagte er der "Zeit". Es sei "plötzlich viel um Anerkennung" gegangen, "nach dem Motto: Was machen wir denn jetzt mit unserem schönen neuen Ruhm? Bekommt jeder genug ab von diesem Kuchen? Plötzlich fuhr der erste Ferrari durch Hoffenheim, der in diesem Dorf überhaupt jemals gesichtet worden ist". Rangnick war 2008 mit Hoffenheim in die erste Bundesliga aufgestiegen.

Foto: RB Leipzig – Hoffenheim am 28.01.2017, über dts Nachrichtenagentur

Nach einer furiosen Hinrunde, die in der Herbstmeisterschaft endete, war Hoffenheim in der Rückrunde abgestürzt und noch auf Platz sieben abgerutscht. "Damals waren wir plötzlich nicht mehr so geschlossen, nicht mehr so bedingungslos bereit, uns für den anderen einzusetzen", sagte Rangnick. Eine ähnliche Entwicklung wolle er bei RB Leipzig verhindern. Leipzigs Spieler müssten immer mit ihrem Dienstwagen zum Trainingsgelände kommen, "und die Autos sind verhältnismäßig bodenständig". Es gebe weniger exotische Charaktere in der Mannschaft: "Hier in Leipzig haben wir lauter normale und geerdete Jungs", sagte Rangnick. "Wir haben in Leipzig – auch aus der Erfahrung von Hoffenheim – beim Gehalt eine Obergrenze, weil wir nicht wollten, dass Neuzugänge immer wesentlich mehr verdienen als die Spieler, die da sind." (dts Nachrichtenagentur)

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